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Rainer Hessel von der Deutschen Verkehrswacht rät gerade im Herbst grundsätzlich zu vorsichtigem Verhalten, angepasster Fahrweise und genauem Beobachten. "Man muss sich wieder an wechselhafte Witterung und die schlechteren Straßenverhältnisse gewöhnen", sagt der Experte. Grundsätzlich sei es sinnvoll, jetzt auf Winterreifenumzurüsten. Diese bieten bei niedrigen Temperaturen eine bessere Haftung.
Auch bei Sonne kann es glatt sein

Selbst wenn am Morgen die Temperatur über dem Gefrierpunkt liegt, können Laub und Nässe für glatte Straßen sorgen. Besonders wenn es in der Nacht zu Bodenfrost kam, ist Vorsicht geboten, auch wenn am Morgen schon wieder die Sonne scheint. Manchmal lässt sich schon zu Hause erkennen, ob es auf dem Weg zu Arbeit oder Schule rutschig sein kann. Deshalb sollte man auf folgendes achten:

Anzeichen für Glätte

Frost und Wind: Nach Bodenfrost kann es immer glatt sein, Raureif und Temperaturen unter vier Grad deuten fast sicher auf mögliche Straßenglätte hin - nicht nur an schattigen Stellen. Auch ein kalter und heftiger Wind - besonders an Brücken oder Auffahrten - kann durch die Abkühlung des Bodens zu unvorhersehbarer Glätte führen.

Hohe Luftfeuchtigkeit: Nicht nur sichtbare Glätte und Nässe sind gefährlich. Bereits die Feuchtigkeit der Luft bei Nebel, in Senken oder in der Nähe von Flüssen und Bächen kann zu Reif, Eis oder rutschigem Untergrund führen. Daher aufgepasst, wenn Sie Nebelschwaden sehen. Es empfiehlt sich, morgens auf jeden Fall den Wetterbericht zu hören und die Außentemperatur zu kontrollieren. Auch wenn sich Atemwolken zeigen, ist dies ein Anzeichen für glatte Stellen auf der Fahrbahn. Hinweise sind außerdem feuchte oder beschlagene Fenster- oder Autoscheiben, Eis oder Reif auf der Scheibe oder auf Metallflächen im Freien (Laternenpfahl).

Gefährliches Laub

Laub liegt im Herbst nicht nur im Wald, sondern auch auf baumbestandenen Innenstadtstraßen. "Die Blätter bilden in Verbindung mit Nässe eine schmierige Unterlage, die die gleichen Eigenschaften wie Glatteis hat", warnt der Verkehrswachtexperte. Deshalb kann es zu deutlich längeren Bremswegen kommen. Besonders für Zweiräder ist nasses Laub eine gefährliche Situation. Rutscht das Vorderrad, was schon bei geringen Geschwindigkeiten passieren kann, kommt es oft zu einem überraschenden Sturz. Hier müssen Autofahrer ausweichen können. Gerade in Verbindung mit Laub kann hohe Luftfeuchtigkeit oder Nebel zu rutschenden Fahrzeugen führen.

Nebel

Fahrlicht an: Bei Nebel sollte man sich nicht an anderen orientieren und unbedingt langsam fahren, sagt der Experte. Zusätzlich empfiehlt er, die Scheibe ein Stück zu öffnen, um Geräusche besser wahrnehmen zu können. Wichtig ist es auch, das Fahrlicht einzuschalten. Die Nebelscheinwerfer dürfen erst bei einer Sichtweite von unter 100 Metern, das Nebellicht am Heck erst bei einer Sichtweite von weniger als 50 Metern eingeschaltet werden. Dann gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.

Tempo runter: Wird der Nebel noch dichter, schreibt die Straßenverkehrsordnung ein langsameres Tempo vor. Ist der kommende Leitpfosten (sie stehen üblicherweise im Abstand von 50 Metern) nicht mehr zu sehen, kann man sich an der Fahrbahnmarkierung in der Mitte orientieren. Auf Bundesstraßen beträgt der Abstand vom Beginn einer weißen Mittellinie bis zum Beginn der nächsten genau zwölf, auf Autobahnen 18 Meter.

Klare Sicht: Die Scheibenwischer sollten regelmäßig betätigt werden, um die durch den Nebel verursachten Wassertropfen loszuwerden. Nebel kann sehr plötzlich auftreten, vor allem in Waldstücken und an Senken. Dann hilft nur schnelles Bremsen, warnt der Experte. Vor allem wenn auf den Feldern leichte Nebelschlieren zu sehen sind, was im Herbst oft vorkommt, kann es zu plötzlich auftretenden Nebelbänken kommen.

Nässe

Gerade in der regenreichen Herbstzeit, kann es in Senken und ausgefahrenen Straßenstücken zu Aquaplaning kommen.

Achtung Wildunfälle

Die Gefahren durch Wildunfälle sollten nicht unterschätzt werden: Alleine im Jahr 2007 wurden den Versicherern 240.000 Wildunfälle gemeldet, eine Steigerung von mehr als sechs Prozent zum Vorjahr. Vor allem im Herbst ist die Gefahr durch Rehe, Hirsche, Wildschweine und Füchse in der Abenddämmerung und im Morgengrauen besonders hoch.Runter vom Gas: Die Geschwindigkeit auf Landstraßen sollte zwischen fünf und acht Uhr früh und zwischen 17 und 22 Uhr abends deutlich gedrosselt werden, empfiehlt die Verkehrswacht.Fernlicht aus: Bei Wild auf der Fahrbahn sofort abblenden, damit die Tiere einen Fluchtweg finden können. Auf Fernlicht reagiert Wild oft irritiert. Das kleinere Übel wählen: Bei kleinen Tieren (beispielsweise einem Hasen) ist ein Zusammenprall dem Ausweichmanöver vorzuziehen, um einen Unfall zu verhindern, von dem eventuell auch andere Autos betroffen sein können.

Achtung Herdentiere: Wild überquert häufig im Rudel die Straße, einem Reh können also durchaus weitere folgen.

Wenn es dann doch passiert: Wildunfälle müssen grundsätzlich der nächsten Polizei- oder Forstdienststelle gemeldet werden. Am besten die Tiere nicht berühren, da häufig Tollwut oder die Übertragung eines Fuchsbandwurms droht.

DämMEHRlicht

Um die genannten Witterungsgefahren des Herbstes sicher zu umfahren, ist auch eine ausreichende Beleuchtung unverzichtbar - auch schon im ersten Dämmerlicht.

Sehen und gesehen werden

Die Verkehrswacht empfiehlt, von Herbst bis Frühjahr grundsätzlich mit Licht zu fahren. "Hier geht es vor allem ums gesehen werden", sagt Hessel. Zudem trügen viele Fußgänger bei kaltem Wetter dunkle Kleidung und seien schwer zu erkennen. Wichtig sei es deshalb, die Lichtanlage des Autos rechtzeitig und richtig zu warten. Scheinwerfer sollten richtig eingestellt, Blinker und Lichter immer von Schmutz befreit werden.

L. Stenz, E. Blumenfeld